Bildberichte des Vereins 2017

Allerseelen
16. November 2017

Allerseelen

Traditionell begehen wir an Allerseelen mit dem Prior der Andreaskirche und seinem Flötisten den Friedhofspark. Viele Grablichter zieren den Weg – Gesang, Gebete und Bach´sche Flötenmusik begleiten den Gang. Danach stellt Frau Dr. Zacher zwei besondere Grabmale vor: in diesem Jahr das des Canonicus Vincent Josef  Bracht und ihr Patengrab: Wilhelm von Schadow. Beide Herren waren intensiv mit St. Andreas verbunden.

Rundgang über den südlichen und nördlichen Friedhofsteil
7. Oktober 2017

Trotz des usseligen Wetters fand sich eine kleine Gruppe von 7 wackeren Teilnehmer*innen mit dem Referenten Dr. Rudolf Liesenfeld am üblichen Treffort des Künstleratelierhauses ein. Es war ermutigend zu erfahren, daß unsere Jahresprogramme, an den Schaukästen in Plastikbehältern vor Regen geschützt, von interessierten Bürger*innen entnommen, gelesen werden und diese dann selbst an solchen Regentagen unserer Einladung folgen.

Dr. Liesenfeld begann die Führung am bekanntesten Grab des Golzheimer Friedhofs, dem von Maximilian Friedrich Weyhe. Das Grab dieses deutschen Gartenarchitekten des Klassizismus, wurde nicht von seiner Familie dort angelegt, sondern von den Mitbürgern der Stadt in Dankbarkeit errichtet und 2008 vom Verein "Der Golzheimer Friedhof soll leben!" zusammen mit den Derendorfer Jonges restauriert. Es war Weyhes Verdienst die Umgestaltung der früheren Stadtbefestigung Düsseldorfs zu einem von ihm entwickelten System von Parks, Promenaden und Grünanlagen ab 1800 begonnen zu haben, die bis zum heutigen Tag in Düsseldorf zu erkennen ist. Von hier aus kann mit dem Blick über den Friedhof dessen Gesamtanlage, seine Geschichte und die jüngsten Veränderungen erklärt werden.

Diese Ecke des Friedhofs hat so viele noch gut erhaltene Gräber von bedeutenden Persönlichkeiten der Stadt aufzubieten, daß es allein hier einen ganzen Rundgang füllen würde. Dr. Liesenfeld begeisterte durch seine detailreichen Kenntnisse über Gräber von "Vorzeigeberühmtheiten" dieser Stadt. So erzählen diese Gräber Geschichten. Nicht nur über die Persönlichkeiten, die dort ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, sondern auch über die Zeit, in der sie lebten und über die Entwicklung unserer Stadt Düsseldorf. Der Golzheimer Friedhof als ein Stück Erinnerungskultur. Am Hohmann-Grab, über dessen Veranstaltungen auf der späteren Schadowstraße und wie er damit zum Vorläufer der Düsseldorfer Messe wurde.  Oder am Grab der Marie Bender, der "Bender´s Marie", die ihr Haus an einen Herren Kürten verkaufte, den man den "Uerige" nannte, einer noch heute über Düsseldorf hinaus bekannten Institution in der Altstadt.

Viele dieser kleinen Geschichten über Düsseldorf und seine Bürger*innen gilt es zu erhalten und weiterzugeben. Und so ist es schade, daß es kein "goldener Oktober"-Tag mit großer Beteiligung wurde. Die Geschichten waren es wert gehört zu werden. Allen, die unter unseren Regenschirmen nicht dabei waren, haben etwas verpaßt.

 

Interessanter Rundgang trotz Wind und Wetter..
Dr. Rudolf Liesenfeld verstand es, von jedem Grab die Geschichten dahinter zu erzählen.o
Die umgebettete Grabstätte der Kameliter und die bemooste Grabplatte davor.
Schade für die, die unter unseren Regenschirmen die kleinen Geschichten aus der vergangenheit der Stadt, nicht mithören konnte.er A
Für die Geschichten dahinter hatte Dr. Liesenfeld Recherchen im Stadtarchiv angestellt.
Der Herbst auf dem Golzheimer Friedhof ist spürbar und sichtbar..
Begehung des Golzheimer Friedhofs mit der Diplom-Restauratorin Manuela Prechtel, Bonn
3. Juli 2017

In Vorbereitung für einen workshop anläßlich der 10-Jahresfeier des Vereins "Der Golzheimer Friedhof soll leben!" am 2. September 2017, hatte die renommierte Diplom-Restauratorin M.A. Frau Manuela Prechtel aus Bonn darum gebeten, vor Ort auf dem Golzheimer Friedhof  drei verschiedene Grabmale auszuwählen, um für den Vortrag die verschiedenen Konservierungstechniken an drei verschiedenen Steinarten demonstrieren zu können. Es gab also diesen Besichtigungstermin mit Vorbesprechung der beispielhaften Schadensbilder an vorgeschlagenen Grabmalen und die notwendige oder möglichen Restaurierungsmaßnahmen wurden erläutert. Für die zu besprechenden Steine wurden vom Verein folgende Grabmale vorgestellt:

weißer Carara-Marmor ---- Ruhestätte der Familie Benzenberg (Johann Friedrich Benzenberg, Politiker und Astronom der Bilker Sternwarte, nördlicher Teil, Patenschaft: DIE LINKE)

Kalkstein------------Grabstätte der Familie Fuchsius ( Königl. Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf 1833 bis zu den Revolutionszeiten 1848, Entwurf Vagedes, südlicher Friedhosteil, Pate Oberbürgermeister Geisel)       

Sandstein-Stele------Ruhestätte der Familie Bergmann ( Kunstgärtner Gerhard Bergmann, südlicher Friedhofsteil am mittleren Hauptweg gelegen)

Frau Manuela Prechtel, Diplom-Restauratorin M.A. aus Bonn, unsere Referentin der 10-Jahres-Feier am 2. September 2017, zusammen mit Herrn Tobias Lauterbach vom Garten-, Friedhofs- und Forstamt/ Gartendenkmalpflege...

...sowie von unserem Vereinsvorstand Frau Birgit Halcour und die Herren Wilhelm Zacher und Dr. Dieter Sawalies vor dem Grabmal Benzenberg, nördlicher Friedhofsteil, als Beispiel eines Grabsteins aus weißem Carara-Marmor.

Putztag mit dem Gartenamt
10. Juni 2017

Der diesjährige Putztag mit dem Gartenamt und den Paten der Grabmäler des Golzheimer Friedhofs am 10.Juni 2017 war auch der Einweihung des langersehnten Wasseranschlusses auf dem südlichen Friedhofsteil gewidmet. Das für die Pflege der Grabmäler benötigte Wasser kann nun auch außerhalb des Putztages von den Paten bezogen werden. Dies ist sicher von großem Interesse, da viele Paten gestern verhindert waren. Zur Öffnung des Wasserhahns ist einer der Schlüssel erforderlich, die jeweils bei der Schriftführerin Frau Halcour und der Kassiererin Frau Liedhegener verwahrt werden.

Zum Wassersegen fällt uns die Ballade von J.W. v. Goethe "der Zauberlehrling"  in leicht abgeänderter Form ein:

"Walle!  walle
Manche Strecke,
daß, zum Zwecke,
Wasser fließe
und mit reichem, vollem Schwalle
zu dem Grabe sich ergieße. "

 


 

Er ist da - der Wasseranschluss !

Er ist da  -  der Wasseranschluss !

Pate und Grab Alfred Rethel und Mutter

Pate und Grab Alfred Rethel und Mutter 

Grab Schadow in neuem Glanz

Grab Schadow in neuem Glanz

Besprechung mit Fachfrau Weinsberg

Besprechung mit Fachfrau Weinsberg

Helferlein hinterm Stein

Pate von und mit Abraham

Ausklang mit Kuchen, Brötchen und Gesprächen

Freiwillige Helfer/Innen sind gern gesehen

Führung zu den bedeutendsten Grabsteinen des Golzheimer Friedhof

Eine Tischgruppe der Düsseldorfer Jonges hat sich zur Führung versammelt.

Weyhes Grabstein liefert viele Informationen zum 19.Jh

Adolf Nitsch stellt sein Patengrab liebevoll und ausführlich vor

Unterstützung bietet Dr. Sawalies, der Vorsitzende des Vereins, durch sein Spezialgebiet: die Revolution 1848/49

..auch der nördliche Teil des Friedhofparks wird besucht

Grabstein von Alfred Rethel

"Spuren der Düsseldorfer Revolution 1848/49 auf dem Golzheimer Friedhof"
8. Mai 2017

Gemeinsame Führung von Dr. Dieter Sawalies, Wilhelm Zacher und dem Künstler Ramon Graefenstein

Der Rundgang begann am Künstler-Atelierhaus mit einem informellen Überblick über die Entstehung der Gesamtanlage. Am Grab von Max. Weyhe wurde über die Zeit des Vormärz und die Situation in Düsseldorf berichtet, über die großen Namen aus dieser Zeit, die immer mit Düsseldorf verbunden bleiben werden, wie Ferdinand Freiligrath, dem großen Dichter der Freiheit, dem "Trompeter der Revolution" oder Ferdinand Lassalle, dem Gründungsvater der SPD und Laurentz Cantador, dem Chef der Bürgerwehr. Und es wurde geschildert, was die Besonderheit der Revolutionszeit in unserer Stadt war: nirgendwo sonst waren so viele Künstler am Geschehen beteiligt, wie in Düsseldorf. Was hiervon blieb, ist der "Malkasten", die Künstlervereinigung, die von 112 Männern gegründet wurde und heute noch Bestand hat. Gräber von den, an den Freiheitskämpfen beteiligten Künstlern dieser Zeit ( dem Maler der Revolution J.P.Hasenclever / dem Freiheitshelden Ludnik v. Milewski ), vom Oberbürgermeister des Vormärz  Joseph von Fuchsius, vom Gefängnisseelsorger Pastor Jääsch, wurden aufgesucht und am Feld 9, am Ort der Reihengräber der 16 namentlich bekannten Opfern der Revolution gedacht und das Modell einer Gedenkstätte vom Künstler Ramon Graefenstein vorgestellt und deren, vom Verein "Der Golzheimer Friedhof soll leben" gewünschten konzeptionellen Elemente, durch Dr. Sawalies erklärt.

Die TeilnehmerInnen zeigten sich begeistert und blieben bis zum Schluß des über 90 minütigen Rundganges, trotz aufgekommener abendlicher Kälte.

Wilhem Zacher am Grab des OB J.v.Fuchsius

Vorstellung des Programms des Rundganges

Dr. Sawalies zitiert Ferdinand Freiligrath "Freiheit"

Am Grab des Malers der Revolution J.P.Hasenclever

Zum "Todtentanz" am Grab von Alfred Rethel

Der Künstler Ramon Graefenstein

Die Vorstellung der Pläne über ein Modell einer Gedenkstätte..

... für die Opfer des Aufstandes vom 9./10. Mai 1849

Die Jugend und der Golzheimer Friedhof: "Klasse 6 der Montessori-Schule beim Vermessen, Putzen und Abzeichnen von Grabsteinen"
27. April 2017

In 3 Gruppen erforschten Schülerinnen und Schüler einer Schulklasse, nach Einführung von Herrn Lauterbach vom Gartenamt und in Begleitung von Frau Halcour, Frau Liedhegener und Herrn Zacher vom Verein, nun schon im 3. Jahr einzelne Grabsteine des Golzheimer Friedhofes.

,

Zuerst Geschichtliches über "ihren" Grabstein..

.. und dann wird geschrubbt !

..bis es wieder weiß glänzt.

"Jugend forscht !"